Historique

Ein dynamischer Radsportverein: «L’Endurance» Leudelange

Das genaue Gründungsdatum des ersten Leudelinger Radsportvereines ist nicht genau bekannt. Fest steht nur, dass der Verein schon im Jahr 1913 existierte und eine eigene Vereinsfahne besaß. Dies konnte auf Grund derselben Vereinsfahne, die neben einem Schriftzug auch die Jahreszahl 1913 trägt, festgestellt werden.
Die Kriegswirren des ersten Weltkrieges schränkten die Aktivitäten des noch jungen Vereines weitgehend ein. Doch Anfang der zwanziger Jahre ging es wieder bergauf, ein «Radsportfieber» hierzulande machte sich allgemein bemerkbar, was sicherlich nicht zuletzt auf die Erfolge der Luxemburger Radrennfahrer bei großen internationalen Radsport-Veranstaltungen zurückzuführen war. Erinnert sei nur an die beiden Siege von Nicolas Frantz bei der Tour de France in den Jahren 1927 und 1928.
Der erste Leudelinger Radsportverein, der unter dem Namen «Véloce-Club» bekannt war, bekam 1937 einen Nachfolgeverein. Der alte Verein wurde jedoch nie offiziell aufgelöst. So wurde am 7. April 1937 der heutige Verein «L’Endurance» gegründet. Schon am 9. Mai desselben Jahres organisierte der Verein eine Club-Meisterschaft und am 26. September die erste «Grande Course Internationale», die vom Luxemburger Pierre Clemens, der sich auch in den darauf folgenden Jahren weiterhin international einen Namen machen sollte, gewonnen. 1939 bekam der Verein seine erste Fahne. Um finanziell über die Runden zu kommen, organisierte der Verein neben den kostspieligen Rennen auch «Thé dansants» und spielte Theater.

Eines der ersten Rennen des Velo-Clubs. Die Vereinsmeisterschaft am 19. Mai 1937.

Eines der ersten Rennen
des Velo-Clubs.
Die Vereinsmeisterschaft
am 19. Mai 1937.

Während des zweiten Weltkrieges wurde, wie es in vielen Vereinen der Fall war, der Dynamismus des jungen Vereines gebremst, und so beschränkten sich die Aktivitäten auf die Veranstaltung von kleineren Rennen. Doch nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam dann wieder ein Aufschwung: so wurden jährlich Erinnerungsrennen an die im Zweiten Weltkrieg gefallenen Mitglieder des Vereins organisiert. Ab 1945 war dies der «Grand Prix Albert Peffer», und ab 1950 kam ein zweites Rennen, nämlich der «Grand Prix Demy Hintgen», hinzu. Das Jahr 1952 sollte zum Krisenjahr für die «Endurance» werden: der Verein verlor durch einen Unfall respektiv durch Umzug zwei Vorstandsmitglieder, die treibende Kräfte der «Endurance» waren. So musste es zu einer Neuorganisierung des Vereins kommen. Viele Gründungsmitglieder, die bis dato einen Platz im Vorstand innehatten, verließen den Vorstand und überließen jüngeren Mitgliedern ihren Platz. Dass dies eine gute Entscheidung war, zeigte sich in den nächsten Jahren: die Mitgliederzahl verdreifachte sich. Zählte der Club im Jahr 1952 nur 26 aktive Mitglieder, so waren es im Jahr 1956 schon 78. Der Verein bekam nicht nur neue Mitglieder, sondern er organisierte auch neue Rennen: ab 1956 wurde der «Grand Prix de la Commune de Leudelange» organisiert, ein Rennen, das jahrelang für Junioren ausgetragen wurde.

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